NiCd Akku (NickelCadmium, Blei)
NiCd Akkus wurden früher in günstigen E-Bikes angeboten. Mittlerweile dürfen diese aufgrund des Cadmiums (Blei) nicht mehr verbaut werden.
Daher brauchen wir hier nicht mehr auf Vor- und Nachteile eingehen.
NiMh Akku (NickelMetallhybrid)
NiMh Akkus waren bis vor kurzem die besten Akkus im E-Bike Bereich. Sie sind erheblich umweltfreundlicher als Bleiakkus.
Der wesentliche Vorteil gegenüber den NiCd Akku ist die wesentlich höhere Leistung und Stromaufnahme bei niedrigerem Gewicht.
Natürlich gibt es auch Nachteile die nicht vorenthalten sollen. Da wäre z.B. der Memory Effekt, der wesentlich geringer zum NiCd Akku ist. Sie kennen diesen vielleicht von Ihrem Telefon, wenn Sie den Hörer immer auf der Ladestation haben werden Sie nach einiger Zeit merken das das Telefon immer schneller leer wird. Der Akku "merkt" sich beim Laden wieviel Energie verbaucht wurde, wenn das z.B. immer nur 40% waren, dann verlieren Sie langsam die 60% Kapazität die nicht genutzt wurden. Des weiteren hat der Akku eine höhere Selbstentladung, d.h. wenn Sie das Rad mit dem vollen Akku stehen lassen, wird der Akku von selbst immer leerer.
Li-Ion (Li-Ionen)
Diese Akkus sind die neuesten auf dem Markt. Jede Zelle hat eine höhere Spannung als NiCd oder NiMh Akkus, dadurch braucht man bei gleicher Spannung weniger Zellen. Das spart natürlich an Akkugröße und Gewicht. Sie haben keinerlei Memory Effekt und der Akku ist umweltfreundlich. Die Zellen haben eine geringe Selbstentladung.
Großer Nachteil bei diesem System ist der Preis, da die Herstellungkosten enorm sind. Die Akkus sind bei der Ladung sehr empfindlich, daher muß man eine aufwändige Ladeelektronik nehmen. Bei einfachen Systemen besteht die Gefahr des Akkubrandes oder sogar Explosion. Bei hohen Temparaturen sinkt die Stromentnahme, an heißen Sommertagen werden Sie nicht die Reichweite haben wie an normalen Tagen um die 20°C.
LiIon Mn (Li-Ionen Mangan)
Dieselben Eigenschaften wie bei LiIon Akkus, allerdings sehr Brand- und Explosionssicher.
Akkulagerung
Wird ein Akku für längere Zeit nicht mehr benutzt, entweder weil das Fahrrad als ganzes nicht mehr genutzt wird, oder weil man mehrere Akkusätze hat und jeder nicht aktive Akkusatz bis zu seinem nächsten Einsatz lagern muss, sollte man einige Dinge bei seiner Lagerung betrachten.
Jeder Akkus unterliegt einer Selbstentladung. Diese Selbstentladung auch ohne angelegte Last wird hervorgerufen interne Chemische Prozesse im Akku selbst. So zersetzt sich das Nickelhydroxid der geladenen positiven Elektrode und aus dem Metallhydrid der geladenen negativen Zelle tritt Wasserstoff aus, der mit der positiven Elektrode reagiert. Neben diesen prinzipbedingten, unvermeidbaren Prozessen können auch Verunreinigungen innerhalb der Zelle zur Selbstentladung beitragen.
Die Selbstentladung wird durch höhere Temperaturen sehr stark begünstigt, es ist also ein kühler Ort zur längerfristigen Lagerung vorzuziehen.
Sicherheitshinweis: Nehmen Sie niemals einen Akku auseinander und entsorgen Sie Ihren nicht mehr benötigten Akku mit dem Hausmüll ! Geben Sie Ihn bei einer dafür geigneten Stelle ab.
Werden Akkus gelagert, ohne dass sie Aufgrund ihres Anwendungszweckes geladen sein müssen. So ist es besser, sie nur im teilweise geladenem Zustand aufzubewahren. Die bei der Selbstentladung auftretenden, langsamen Prozesse können nämlich durchaus auch dauerhaft schädliche Wirkungen haben und die Gesamtlebenszeit des Akkus verringern. Während ältere Nickel-Kadmium Akkus bis auf 0V entleert und so gelagert werden konnten, ist bei NiMH und LiIonen Akkus eine so tiefe Entladung nicht empfehlenswert. Diese Erfahrungswerte, Akkus nicht voll geladen zu Lagern und erst vor ihrem Einsatz zu laden trifft hauptsächlich bei Lionen Akkus zu.
Bitte immer die jeweiligen Herstellerangaben beachten und die Bedienungsanleitung lesen !!!